×

    Vereinbaren Sie einen Termin

    Schreiben Sie uns, um einen passenden Termin zu buchen.






    Die Autorefraktometrie ist eine automatisierte, objektive Methode zur Messung der Refraktion des Auges, mit der sich eine Fehlsichtigkeit schnell feststellen lässt, ohne dass der Patient aktiv an der Untersuchung mitwirken muss. Das als Autorefraktometer bezeichnete Gerät sendet einen Infrarotstrahl aus, der, nachdem er das optische System des Auges durchlaufen hat, von der Netzhaut reflektiert und anschließend vom Detektionssystem des Geräts analysiert wird, wodurch die Brechkraft des Auges in verschiedenen Meridianen berechnet werden kann. Die meisten modernen Autorefraktometer nutzen das Prinzip der automatischen Retinoskopie oder die Bildanalyse von auf die Netzhaut projizierten Lichtringen oder -punkten. Das Untersuchungsergebnis wird in Form von drei Werten angegeben: Sphäre (sph), Zylinder (cyl) und Achse des Astigmatismus (axis), ausgedrückt in Dioptrien.

    Die Autorefraktometrie bietet einen Ausgangspunkt für eine genaue subjektive Refraktionsprüfung und die Auswahl einer Brillen- oder Kontaktlinsenkorrektur, wodurch der diagnostische Prozess erheblich beschleunigt und die für die genaue Bestimmung der Sehschwäche erforderliche Zeit verkürzt wird. Diese Methode ist besonders nützlich bei der Untersuchung von Kindern, Menschen mit Kommunikationsschwierigkeiten, bei Screening-Augenuntersuchungen und als Voruntersuchung vor refraktiven Eingriffen. Es sollte jedoch bedacht werden, dass die Autorefraktometrie, insbesondere bei jungen Patienten, mit Akkommodationsfehlern behaftet sein kann und dass ihre Ergebnisse stets im Rahmen einer subjektiven Sehschärfeprüfung überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden müssen, da sie die individuellen Präferenzen der Patienten oder Faktoren wie die Augenprävalenz oder die Toleranz gegenüber Korrekturen nicht berücksichtigt.