Acanthamebosis corneumonia ist eine schwere, aber seltene Infektionskrankheit des Auges, die durch Amöben der Gattung Acanthamoeba. Dieser Erreger kommt häufig im Boden, in Süßwasser, in Schwimmbädern und sogar im Leitungswasser vor. Von einer Infektion sind meist Kontaktlinsenträger betroffen, insbesondere solche, die die Hygienevorschriften nicht einhalten oder ihre Linsen mit Leitungswasser abspülen. Zu den Symptomen der Akanthamöbose gehören starke Augenschmerzen, Rötung, Lichtempfindlichkeit, Tränenfluss und eine Verschlechterung der Sehschärfe. Die Schmerzen sind oft unverhältnismäßig stark im Vergleich zu den bei der Untersuchung feststellbaren klinischen Symptomen. Die Erkrankung kann zu einer tiefen Hornhautulzeration und in fortgeschrittenen Fällen zum Verlust des Auges führen. Die Diagnose stützt sich auf eine mikroskopische Untersuchung und eine Kultur des Hornhautmaterials. Die Behandlung ist schwierig und langwierig und umfasst spezielle Antiprotozoenmedikamente zur lokalen und systemischen Anwendung. In therapieresistenten Fällen kann eine Hornhauttransplantation erforderlich sein. Die frühzeitige Erkennung der Infektion ist für den Erhalt des Sehvermögens von entscheidender Bedeutung.