Eine Intraokularlinse (IOL) ist eine künstliche optische Linse, die in den Augapfel implantiert wird, um eine entfernte natürliche Linse zu ersetzen oder um Brechungsfehler zu korrigieren. Eine IOL besteht aus einem optischen Teil (5-7 mm Durchmesser) aus biokompatiblen Materialien wie Acryl, Silikon oder PMMA (Polymethylmethacrylat) und Haptik - Stützelementen, die die Linse in der richtigen Position stabilisieren. Die meisten modernen Linsen sind faltbar, so dass sie durch einen kleinen, 2-3 mm breiten Hornhautschnitt implantiert werden können, wonach sie sich im Auge entfalten und ihre volle Größe erreichen.
Intraokulare Linsen werden nach dem Ort der Implantation eingeteilt: Hinterkammer (am häufigsten verwendet, in die Linsentasche oder Ziliarfurche eingesetzt), Vorderkammer (in die Vorderkammer implantiert) und irisfixiert. Hinsichtlich der optischen Funktion unterscheidet man zwischen monofokal (monofokal, korrigiert das Sehen in einer Entfernung), multifokal und trifokal (multifokal, ermöglicht das Sehen in verschiedenen Entfernungen), torisch (korrigiert Astigmatismus) und EDOF (extended depth of focus). Moderne Premiumlinsen können mehrere Funktionen kombinieren, z. B. multifokale torische Linsen, und haben zusätzliche Eigenschaften wie Blaulichtfilterung oder Ausgleich der sphärischen Aberration, um die Qualität der postoperativen Sicht zu optimieren und die Abhängigkeit von einer Brille zu verringern.