Ein Hornhautflap ist eine dünne, oberflächliche Schicht des Hornhautgewebes, typischerweise 90-160 Mikrometer dick, bestehend aus Epithel, Bowman-Membran und oberflächlichen Schichten der Dermis, die während der LASIK (Laser-Assisted In Situ Keratomileusis) Operation erzeugt und abgelenkt wird, um Zugang zu den tieferen Schichten des Hornhautstromas zu erhalten. Der Flap kann mechanisch mit einem Mikrokeratom (oszillierende chirurgische Klinge) oder durch eine klingenlose Methode mit einem Femtosekundenlaser (Femto-LASIK) erzeugt werden, wobei der Femtosekundenlaser eine größere Präzision bei der Flap-Dicke und -Geometrie sowie eine bessere Wiederholbarkeit des Verfahrens bietet. Der Flap bleibt mit der Hornhaut durch ein 3-5 mm breites Scharnier (Scharnier) verbunden, das sich in der Regel im oberen oder nasalen Teil der Hornhaut befindet und es ermöglicht, den Flap auszulenken, das Stroma mit dem Laser abzutragen und anschließend neu zu positionieren.