Die Laserablation ist ein Verfahren zur kontrollierten Entfernung von Hornhautgewebe mit einem Excimer-Laser, der ultraviolette Strahlung mit einer Wellenlänge von 193 nm aussendet. Der Wirkmechanismus ist die Photoablation, d. h. das Aufbrechen molekularer Bindungen im Hornhautgewebe durch Absorption von Photonenenergie, was zu einer präzisen Verdampfung von Gewebeschichten ohne thermische Schädigung der angrenzenden Strukturen führt. Der Excimer-Laser trägt das Gewebe mit einer Präzision von Bruchteilen eines Mikrometers ab, so dass eine kontrollierte Veränderung der Krümmung und der optischen Leistung der Hornhaut entsprechend dem programmierten Ablationsprofil vorgenommen werden kann.
Die Laserablation bildet die Grundlage für refraktive Augenbehandlungen wie LASIK, PRK, LASEK oder TransPRK, die zur Behandlung von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismus. Die Ablationstiefe hängt vom Ausmaß des zu korrigierenden Refraktionsfehlers ab – je stärker der Fehler, desto mehr Hornhautgewebe muss entfernt werden, was die Beibehaltung einer ausreichenden Dicke des verbleibenden Hornhautstroma erfordert, um dessen biomechanische Stabilität zu gewährleisten. Moderne Lasersysteme nutzen Eye-Tracking (Augenbewegungsverfolgung) sowie wellenfrontgesteuerte oder topografiegesteuerte Ablation, was personalisierte Korrekturen ermöglicht, die individuelle optische Aberrationen höherer Ordnung und die Hornhauttopografie des Patienten berücksichtigen.